Pralinés, Desserts, Gelee vergolden

Nicht nur im Danziger Goldwasser ist Blattgold sehr beliebt und unverzichtbar, es findet auch in zahlreichen Rezepten Verwendung. Was wäre eine Schokoladentorte ohne die glänzende Verzierung? Nur halb so schön, fast öde, nackt und bloß. Eine Rinderbrühe mit Gemüseperlen wird zum schillernden Erlebnis, wenn ein wenig Gold hinzukommt. Gourmets schwören darauf, wenn es auch nicht beim Essen reich macht.

Stattdessen schmeckt es gut und zeigt sich recht bekömmlich, es ist nicht nur der optische Reiz, der Goldrezepte so begehrt macht. Goldene Flocken lassen sich auf fast alles streuen, was dadurch verfeinert werden soll. Zum Aufbringen ist ein feiner Pinsel nötig, Gold weckt den Appetit. Es eignet sich in erster Linie als krönende Auflage für Pralinés und dunkle Torten, ist aber auch für andere Zwecke zu gebrauchen. Es macht das Mineralwasser zum illustren Sektersatz, es strahlt den Genießer schon von Weitem an. Was da so funkelt, ist nicht nur köstlich, es veredelt die gesündesten Speisen auf verführerische Weise.

Es wertet die Schokoladenmousse nicht nur vom äußeren Eindruck her auf, wenn eine Granatapfelsoße, mit Himbeerstückchen durchsetzt, und eingelegte Quitten sie umgeben. Goldrezepte sind ganz groß im Kommen, man findet sie allerorten, wohin man auch schaut, auf den Webseiten, im Fernsehen, auf Wettbewerben. Starköche haben längst das weite Feld der goldenen Kochkunst für sich entdeckt, auch Liebhaber übertreffen sich an Einfallsreichtum und tauschen untereinander Geheimtipps aus. Manch einer weiß noch nicht so ganz genau, wo er es bekommen kann, doch das Angebot wächst. Bleibt nur zu hoffen, dass es nicht nur einer Modeerscheinung ist.

Sie kann sich durchaus zu einem Trend entwickeln, der über die Weihnachtszeit hinaus Bestand hat und auch in Jahren noch der Küche wie dem Gourmet-Menü ausstrahlenden Glanz verleiht. Plätzchen kann man im Prinzip zu allen Jahreszeiten essen, und in einer sternklaren Nacht funkeln sie umso deutlicher. Schokolade muss nicht unbedingt dabei sein, macht sich aber allein des Kontrastes wegen besser und mit eingebackenem Dörrobst wird sie auch verträglicher. Auch zum Quittengelee passt Blattgold farblich gut, es nimmt ihm etwas von seinem manchmal leicht faden Aussehen. Goldrezepte werden im Westen wie im Osten ausprobiert und jeweils mit lokalen Spezialitäten angereichert.

Gold ist ein Nahrungsmittel mit Zukunft, natürlich in homöopathischen Dosen. Es gehört nicht nur auf edles Porzellan, es verfeinert vor allem die auf schwarzen Tellern angerichteten Speisen. Blattgold eignet sich zum Kochen wie zum Backen, es wärmt Kaltgerichte durch sein immer währendes Geglitzer auf, bis es ganz und gar verspeist ist. Möchten Sie mehr über das Edelmetall Gold erfahren, werfen Sie hier einen Blick auf die einzelnen Legierungen aus Gold und Silber.